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Blog von Indecent
 
Eintrag #4, 04.02.2005, 17:49 Uhr

Sonntag ist internationaler Tag gegen Genitalverstümmelung

Weibliche Genitalverstümmelung - Female Genital Mutilation (FGM) - wird in Afrika mit Ausnahme der nordafrikanischen Länder und der Südspitze über Landes-, Stammes- und Religionsgrenzen hinweg praktiziert. Was früher von der WHO als "kulturelle Angelegenheit" abgehandelt wurde, gilt seit 1994 als Menschenrechtsverletzung. Weibliche Genitalverstümmelung ist ein höchst aktuelles Thema - 135 Millionen Frauen und Mädchen sind davon betroffen, jährlich kommen weitere 2 Millionen hinzu.

Wenn mensch über genitale Frauenverstümmelung spricht, wird dabei in erster Linie an Excsion (Klitorisdectomie, im Sudan auch als Sunna bezeichnet) gedacht; Darunter versteht mensch die Entfernung eines Teiles oder der gesamten Klitoris und der inneren Schamlippen, oftmals verdeckt jedoch das starke Narbengewebe die vaginale Öffnung. Infibulation (pharaonische Beschneidung) hingegen bezeichnet die grausamste Art der Verstümmelung, welche ihre Verbreitung v.a. in N-Sudan, Somalia (80% der Frauen sind davon betroffen), Dschibuti, Eritrea, S-Ägypten und in Teilen Äthiopiens hat. Dabei werden die Klitoris, die inneren Schamlippen und Teile der äußeren entfernt, das Fleisch abgeschabt und das verbleibende Gewebe anschließend bis zu einer strohhalmgroßen Öffnung zusammengenäht.

Die Prozeduren werden in den meisten Fällen an 4-8 jährigen Mädchen ohne jegliche Narkose, oft bei eingeschränkter Beleuchtung bzw. von älteren Frauen mit schlechtem Sehvermögen durchgeführt, meist unter der Verwendung von mit eingetrocknetem Blut bedeckten Rasierklingen, Glasscherben, spitzen Steinen, Zähnen und anderen Dinge. Dies hat verheerende physische und psychische Folgen, die in manchen Fällen auch zum Tod führen.

Weibliche Genitalverstümmelung findet immer mehr Verbreitung und es handelt sich längst nicht nur mehr um ein "afrikanisches Problem", da viele Einwanderer diesen Brauch in die westlich orientierten Länder mitnehmen; so wird in New York die Anzahl der dort verstümmelten Frauen bereits auf 27.000, in Deutschland auf 20.000 geschätzt. Oftmals sammeln afrikanische Gemeinden Geld um eine Hebamme oder "Zigeunerin" (so werden die Verstümmlerinnen in ländlichen Gebieten bezeichnet) aus Afrika einzufliegen, welche die grausame Prozedur dann gleich bei vielen Mädchen auf einmal vornimmt. Ist dies aus finanziellen Gründen nicht möglich, so versuchen manche Eltern ihre Töchter selbst zu verstümmeln. Reiche Familien (beispielsweise Botschafter) beauftragen hingegen Privatärzte, die sich dadurch illegal bereichern (in London verlangte ein Gynäkologe z.B.: 7.000 Euro pro Verstümmelung).

Eine nicht verstümmelte Frau gilt als nicht heiratsfähig, unrein und sexuell überstimuliert Die Tochter nicht verheiraten zu können ist für eine Familie als Katastrophe anzusehen, da dies der einzige Weg ist ein Mädchen wirtschaftlich und sozial abzusichern, wobei sich der Mann seiner Frau (oft sind es mehrere) jederzeit entledigen kann, das Sorgerecht für die Kinder erhält und sie mit nichts als ihrem einst gezahlten Brautpreis zurück lässt. Ein weiterer Grund ist die Unkenntnis über biologische und medizinische Fakten. Es ist zum Beispiel weitgehend der Glaube verbreitet, dass die Verstümmelungen die Fruchtbarkeit fördern oder auch verschiedene Krankheiten heilen. FGM wird in erster Linie von Moslems praktiziert, da vor allem den enormen Massen an Analphabeten eingeredet wird der Koran verlange es, allerdings ist in 80% der islamischen Welt dieser Brauch so gut wie nicht verbreitet! In den meisten Ländern ist FGM zwar verboten, dies hat im Allgemeinen keinen Einfluss auf die Durchführung
 

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