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Eintrag #9, 08.07.2005, 18:41 Uhr

Michael Köhne: Offener Brief an den Bundeskanzler

Offener Brief an Bundeskanzler Gerhard Schröder vom 03.06.2004

Sehr geehrter Herr Bundeskanzler,

weil am 11. Juni (33 Monate nach dem Elften September) wieder mit einem größeren Terroranschlag zu rechnen ist, schlage ich vor, kurzfristig einen G-8 Gipfel einzuberufen, auf dem die Abschaffung des internationalen Geldmonopols beschlossen wird. Anschließend wird das komplementäre Internetgelt (KING) eingeführt, das weltweite zins- und gewaltfreie Verrechnungssystem, das den Geldmangel, die Arbeitslosigkeit und die Staatsverschuldung überflüssig macht.

Sollte eine kurzfristige internationale Einigung nicht möglich sein, so schlage ich vor, in Deutschland ein zusätzliches nationales Zahlungsmittel einzuführen: das DING (das deutsche Internetgelt). Dabei handelt es sich um eine professionelle Tauschbörse, bei der sich alle staatlichen Behörden und privaten Unternehmen direkt, d.h. ohne Geld, finanzieren können. Wenn sich das DING durchsetzt, können die meisten Steuern drastisch gesenkt oder ganz abgeschafft werden. Sobald das DING auch von der Bevölkerung akzeptiert wird, kann die gesamte Staatsverschuldung auf einen Schlag mit DING zurückgezahlt werden. Der Staat wird damit zwar nicht schuldenfrei, aber wenn die Staatsschulden nicht mehr verzinst werden müssen, sinken dementsprechend die Staatsausgaben. Somit entsteht ein zusätzlicher Spielraum für weitere Steuersenkungen. Damit wird der Standort Deutschland so attraktiv, dass alle anderen Staaten ihre Finanzen nach deutschem Vorbild reformieren müssen.

Außerdem gelangt mit dem DING jeder erwachsene Staatsbürger in den Status der „finanziellen Volljährigkeit“. Darunter versteht man die Blanko-Kreditfähigkeit im Rahmen seines Marktpotentials. Das bedeutet, dass man im Rahmen der betriebswirtschaftlichen Vernunft jeden Kredit zinsfrei und ohne bankübliche Sicherheit bekommt. Existenzgründungen werden somit erheblich einfacher, weil das Startkapital nicht erst umständlich auf dem Kapitalmarkt beschafft werden muss. So sieht die Marktwirtschaft der Zukunft aus – der Sozialstaat ist von vorgestern und kann endgültig abgeschafft werden.

Wenn die ganze Welt mit dem DING oder mit dem KING zahlt, kommt das Ende der Bescheidenheit. Wenn immer genug Gelt da ist, entfällt die Notwendigkeit, zu sparen. Nebenbei bemerkt: Sparsamkeit ist eine Not, aber keine Tugend! Wenn der Staat demnächst möglichst viel Gelt für Bildung und Kultur ausgibt, so ist das keine Geldverschwendung, sondern das genaue Gegenteil! Je mehr Werte auf diese Weise geschöpft werden, desto mehr Einkommen und Kaufkraft entstehen. Das ganze funktioniert selbstverständlich ohne Inflation, was auch hart gesottene Monetaristen zugeben müssen.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Köhne
 

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