Blog von Balrog
 
Eintrag #15, 11.03.2005, 00:28 Uhr

ich lebe in der falschen welt

wie schön wäre es in einer völlig anderen welt zu leben. so gern wäre ich irgendwo anders.

in einer fremden welt. fernab von hier. eine welt in der es sowas wie elektrizität nicht gibt. diesen ganzen krempel der unsere "neuzeit" so bequem und annehmbar macht. wo drachen und mystische kreaturen in tiefen höhlen die welt regieren. wo man als mensch noch mit schwertkunst, kraft und wagemut die frauen beeindrucken und bei den männern ehrfurcht schinden kann. die reise durch die welt wird mit dem pferd erleichtert. man trägt auf dem muskelbepackten körper eigentlich nur normale stoffkleidung und darüber eine art lederrüstung. zur linken am sattel ist der leder- und eisenbeschlagene rundschild angebracht. man trägt zur linken ein langschwert das entweder als anderthalbhänder oder zur not auch als einhänder geführt werden kann. zur recht sind ein oder 2 dolche angebracht. die lederne schutzbekleidung wird vervollständigt durch einen dunklen umhang, der zum einen vor der feuchten kälte der nacht schützt oder im gelände auch mal feindliche blicke abhält. so reitet dieser recke durch das land. hindurch zwischen wiesen und feldern. er geniesst die landschaft. ruht sich aus auf diesem ritt. doch er ist wachsam. die kunde geht durch das land dass seltsame geschöpfe in die gebiete der menschen eingedrungen sind. böde bis ins blut und von einer wut getrieben die nicht von dieser welt ist. noch ein halber tagesritt bis zur nächsten festung. dort, so hofft unser recke, wird es neue aufträge geben die nur auf ihn warten um erledigt zu werden. sein blick richtet sich nach vorn, den weg entlang. in kürze wird er das kleine wäldchen erreichen. und wenn er dieses wäldchen hinter sich gebracht hat, dann ist seine reise für den moment schon fast zu ende. plötzlich spürt er einen eisigen lufthauch im nacken und seine gedanken kehren zurück in das hier und jetzt. er hört ein knacken in dem hohen gras zu seiner rechten. er blickt in die richtung aus der das knacken kam und sieht wie sich die halme bewegen. vielleicht ein tier. vielleicht auch etwas anderes. seine rechte hand wandert vorsichtig zu dem schwertgriff an seiner linken und greift danach. an den halmen zeichnet sich eine linie ab die sich beständig auf ihn zubewegt. durch leichten druck seiner beine bringt er sein pferd zum stehen. das ende der linie hat jetzt schon fast den weg erreicht. er zieht leise die schimmernde klinge aus dem ledernen gehänge, bereit zuzuschlagen, falls sich dieses etwas als eine bedrohung herausstellen sollte. noch wenige meter. das rascheln des grases nimmt zu. die bewegung schneller und dann bricht etwas aus dem hohen gras. er holt zum schlag aus ... und hält plötzlich inne. ein frischling. ein kleines wildschwein dass wohl seine mutter verloren hat. es springt auf den weg quiekend und grunzend, läuft unter seinem pferd hindurch und auf der anderen seite die böschung hinauf. 'es wird seine mutter schon wiederfinden' denkt er so bei sich und bedeutet seinem pferd weiter zu traben. er steckt sein schwert zurück in das gehänge und greift zur wasserflasche um einen schuck zu trinken. plötzlich vernimmt er wieder dieses rascheln. diesmal gepaart mit dem panischen quieken des kleinen wildschweins. es rennt als wäre der tod persönlich hinter ihm her, rollt die böschung geradewegs wieder hinunter, kommt wieder auf die beine und verschwindet wieder zu seiner linken im hohen gras. er sieht ihm noch nach und verfolgt ein wenig die linie die sich im hohen gras abzeichnet und sich immer weiter von ihm entfernt. 'was hat dieses kleine geschöpf nur so erschreckt?' überlegt er und murmelte etwas davon mal nachsehen zu wollen er bringt sein pferd zum stehen und steigt ab. er entfernt den schild vom sattel und befestigt ihn am linken arm. anschliessend zieht er sein schwert in einer langgezogenen geste wieder aus dem ledergurt und macht sich daran die böschung zu ersteigen. oben angekommen schaut er sich um, kann aber nichts aussergewöhnliches entdecken. ihm bietet sich genau der gleiche anblick wie auf der anderen seite des weges. eine sehr weite wiese, lediglich das gras war nicht so hoch. er geht als noch ein paar schritte auf dieser wiese. doch plötzlich spürt er etwas. nur ganz leicht. eine leichte bewegung. es fiel ihm wie schuppen von den augen. die erde bebte. ein fluch kam ihm über die lippen als ihm bewusst wurde was gerade geschah. das beben wurde stärker. er hörte es nun auch. so als ob jemand bzw. etwas große mengen erde auf einmal hin und herbewegt.und plötzlich sah er es auch. ungefähr 30 meter von ihm entfernt bäumte sich der boden auf, das erdreich brach und eine art gigantischer wurm. große rot glühende augen blickten unseren helden an. nüstern so groß wie handflächen bließen luft durch und leichte spuren von rauch quollen daraus hervor. der körper dieses wesens war über und über besetzt mit einem dicken panzer aus schuppen der augenscheinlich nicht durchdringbar ist. unser held dachte schon, dass es nun mit ihm vorrüber ist.

tbc
 

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