Blog von ErMi
 
Eintrag #12, 08.04.2005, 10:43 Uhr

Geschlechterdifferenzen (Teil 2)

•     Homosexuellen-Hypothese: Bereich des vorderen Hypothalamus – der bei Männern größer ist als bei Frauen - ist bei homosexuellen Männern kleiner als bei heterosexuellen Männern.  Sexuelle Vorlieben beruht auf biologischem Substrat?
o     Schlechteres Abschneiden bei räumlichen Aufgaben und beim Zielen; jedoch überlegen bei Ideen-flüssigkeit (d.h. beim Aufzählen von Gegenständen einer bestimmten Farbe z.B.)


Sexualhormone und Verhalten:
•     Einwirkung der Sexualhormone beeinflusst die Entwicklung des Gehirns in einer frühen, kritischen Lebensphase auf irreversibler Weise. (Verabreichung der Hormone in späterer Phase hat keinen solchen Effekt mehr).
•     Nicht nur Sexualität und Fortpflanzung, sondern auch das Verhalten ist betroffen.
•     Hypothese für besseres Orientierungs- und Wegfindeverhalten besagt, dass es einen Zu-sammenhang mit Fortpflanzungsstrategien geben könnte  Um mehrere Weibchen begat-ten zu können (zumindest trifft das auf polygame Wühler-Männchen zu) müssen größere Reviere durchwandert werden.  Hippocampus (für räumliches Lernen zuständig) ist bei polygynen männlichen Wühlern größere als bei den Weibchen.
•     Prägung des Gehirns von Mädchen die im Mutterleib oder als Neugeborene einem Über-maß an Androgenen ausgesetzt waren (Vermännlichung) lässt sich nicht mehr umkehren.
•     Umstrittene und unbestätigte Studien haben gezeigt, dass Mädchen mit übermäßiger An-drogen-Exposition außergewöhnlich aggressiv und wild sich verhalten (dies wurde aber nur durch Interviews herausgefunden  Self-fullfilling Prophecy Effekte nicht auszu-schließen).
•     Andere (empirischere) Versuche zeigten, dass das Spielverhalten von Androgen-expositionierten Mädchen eher zu dem der Jungen hin tendiert (diese Mädchen spielten ebenso gern mit Autos und Baukästen – statt mit Puppen, Puppenküchen, Brettspielen, Büchern – wie Jungen.  Spielzeigpräferenz durch frühe hormonale Einflüsse geprägt.
•     Das räumliche Vorstellungsvermögen – das wie bei dem männlichen Geschlecht überwie-gend besser ausgebildet ist - ist bei Mädchen, die früh einem Übermaß an Androgenen aisgesetzt waren, auch besser ausgebildet.

Hormonspiegel und kognitive Leistungen:
•     Man könnte annehmen, je höher der Androgenspiegel, desto besser das räumliche Vorstel-lungsvermögen. Dem ist aber nicht so!
•     Denn: Frauen mit hohem Androgenspiegel/Testosteron schneiden bei räumlichen Tests besser ab als solche mit niedrigem. Bei den Männern gilt jedoch das Umgekehrte!
•     Folgerung: Es scheint einen optimalen Androgenspiegel zu geben, bei dem das räumliche Vorstellungsvermögen am besten ist.
•     Untersuchungen von Doreen Kimura zeigten folgendes auf:
o     das räumliche Vorstellungsvermögen war gesteigert bei Frauen mit viel und bei Männern mit wenig Testosteron. Hatten Frauen wenig und Männer viel Testoste-ron, war es dagegen herabgesetzt.
o     bei der mathematischen Schlussfolgerungsfähigkeit war der Testosteronspiegel bei Frauen nicht ausschlaggebend, bei Männern jedoch war die Fähigkeit besser aus-geprägt, wenn der Testosteronspiegel niedrig war und schlechter wenn er höher war.
o     bei der Wahrnehmungsgeschwindigkeit konnten keine Tendenzen verzeichnet werden.
•     Größter auszumachender Unterschied bei der Fähigkeit des mathematischen Schlussfol-gerns  Männer sind im oberen Streubereich im Verhältnis 13:1 vertreten Abhängig-keit von biologischer Determinante; praktisch nicht durch soziale Effekte erklärbar.
•     Bei allen Beziehungen handelt es sich um Korrelationen von Messdaten! Irgendwie ist beides jeweils verknüpft, welche Faktoren dafür verantwortlich sind, ist aber nicht be-kannt!
 

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