Blog von Balrog
 
Eintrag #12, 23.02.2005, 00:53 Uhr

erwartungsvolles warten

eigentlich wollte ich heut gar nichts schreiben. ich hab mir fest vorgenommen erst wieder hier was zu posten wenn dieses treffen vorrüber ist. donnerstag 18 uhr ist es soweit. das sind jetzt noch ca 43 einhalb stunden. meine verwirrung ist ein wenig gewichen. ich habe viel zeit mit gesprächen verbracht, die mich entweder ablenken sollten oder einfach nur zur analysierung der lage dienten. manche hatten auch gar nich das ziel irgendetwas für mich zu tun. zwischenzeitlich hat die verwirrung meinen verstand vollständig ausser kraft gesetzt. das is wie wenn man eine grafikanwendung benutzt. die lastet den arbeitsspeicher meistens soweit aus, dass kein platz mehr für andere anwendungen übrig bleibt. manchmal ist das resultat ein systemabsturz. wenn mein gehirn unter windows laufen würde hätte ich wahrscheinlich einen bluescreen nach dem anderen gehabt. inzwischen gehts mir besser. zwischenzeitlich hatte ich angst ... wirklich panische angst. gestern abend ging es mir so komisch, ich dachte ich müsste jetzt gleich aus dem fenster springen, nur um irgendwas zu tun. da ich im ersten stock wohne wäre nichmal großartig was passiert. ein wenig was verstaucht oder so. irgendwie fühlte ich mich als müsste ich das tun. und dann einfach wieder hochlaufen, rein ins zimmer und gleich nochmal diesen sprung wagen. allerdings hat mein verstand gestern besser funktioniert als am sonntag noch. und so hat sich auch meine vernunft einschalten können. für was da rausspringen ... und dann wieder und wieder springen. das ist total sinnlos und schwachsinnig. wenn man so will auch leichtsinnig. da könnte ich ja eigentlich was besseres mit meiner zeit anfangen. ich dachte mir ... vielleicht sollte ich ... naja aber ich hab doch schon soooooo lange nichts mehr getrunken. bei mir bleibts meistens bei ein oder zwei colahefe. aber naja ... wenn ich breit bin kann ich nich mehr über all das nachdenken. also machte ich mich auf den langen und beschwerlichen weg zum kühlschrank. das sind immerhin 10 oder 12 schritte. schau rein ... hmm was haben wir denn hier. ein rest baileys. ma schauen. was isn noch da. zum vorratsregal gelatscht. super ... noch ein becks gold. naja dann hab ich mir gedacht. bevor du das jetzt einfach alles trinkst, breit wirste davon eh net. lass es bleiben besser is das. und geholfen wird auch niemand dadurch. naja ... irgendwann wurds dann auch zeit für mich. dann kam family guy und dexters labor im fernsehen. prima chance ins bettchen zu gehen. gesagt getan ... irgendwann eingepennt ... war so um 2. um 8 aufgewacht ... waaaaaaaaah .... es geht wieder los. ein schrei. zuerst mal schweiß von der stirn wischen. was ist passiert? wo bin ich? was geht hier vor? als ich dann endlich klare sicht hatte und auch meine brille aufgesetzt hatte, hab ich mich umgeschaut. sieht alles normal aus hier ... blick auf die uhr ... 8 uhr. brille weg umdrehen weiterschlafen so lang ich noch müde bin. eine folge seltsamer träume hat dann diese schlafphase heim gesucht. ich kann mich nicht mehr exakt erinnern, aber ich weiß dass ich ein paar mal gestorben bin. das erste war glaub ich ein autounfall. beim zweiten mal wurde ich vom zug erfasst als ich jemanden von der bahnsteigkante weggestoßen hab. und einmal wurde mir das herz bei lebendigem leib heraus gerissen. das hört sich jetzt vielleicht alles seltsam an. der eine oder andere mag vielleicht denken ich wär ein freak. und ich bin in meinen träumen noch ein paar weitere male gestorben. ich weiß nur nicht mehr so genau was alles passiert ist. ich wache auf. wieder ein schrei. mein kopfkissen ist völlig nass genauso wie der rest von meinem bett. ich dachte zuerst ich bekomme keine luft mehr. ich habe die luft in mich aufgenommen als wäre ich 2 minuten unter wasser gewesen. schneller hektischer atem. nachdem ich dann irgendwann doch mal wieder genug luft hatte hab ich erstmal auf die uhr geschaut. halb elf. besser ich steh auf. wenn ich mich nochmal umdreh wirds vielleicht nur schlimmer. also hab ich den restlichen vormittag damit verbracht über das geschehene nachzudenken. manche von euch kennen vielleicht die bedeutung des phänomens dejà vus. und ich kann euch sagen, manchmal träumt man von etwas und es geschieht genau so wie man es träumt. es stimmt. ich dachte eine weile darüber nach, kam zu dem schluss, dass ich besser nicht weiter darüber nachdenke. es ist besser wenn man sich nicht ausmalt wie man evtl. sein vorzeitiges ende finden könnte. tja auf der anderen seite hab ich nicht über den brief nachgedacht. irgendwie hab ich es heute geschafft die meiste zeit nicht dran zu denken. inzwischen hab ich nichmal mehr angst. nur noch erwartung. vorfreude würde ich nicht sagen. gespanntes erwartungsvolles warten. und ich bin mir sicher dieses gefühl wird den morgigen tag noch anhalten. bis donnerstag. wenn ein neuer tag beginnt. und dann ... erwartung. nervosität. aufregung. herzflattern. zitternde hände. ich seh es schon kommen ...
 

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