Blog von LordIntruder
 
Eintrag #4, 13.09.2006, 11:28 Uhr

Eltern am ersten Schultag

Ist es nicht schön, wenn man seinen Sprößling (in meinem Fall die Nummer 3) am ersten Schultag zur Schule begleiten kann, bewaffnet mit einer nicht zu übersehenden Spiegelreflexkamera samt riesigem Aufsteckblitz (gute Ausleuchtung ist halt alles)?

Da toben dann 98% der anderen Eltern mit diesen witzigen, winzig kleinen Digitalkameras durch das Klassenzimmer, fotografieren also selbst. Und haben trotzdem nichts anderes zu tun, als einem im Rudel oder sogar gezielt einzeln genau dann vor die Linse zu laufen, wenn man den Auslöser betätigt. Stumpf, stur, blicklos, blind. "Oh, verzeihen Sie, daß ich das Bild auf meinem Zelluloid nicht einfach wieder löschen kann, wenn die Aufnahme nichts geworden ist, weil Sie Trampel der Meinung waren, daß es Ihnen scheißegal sein kann, wenn Sie mir ins Bild laufen!"

Diesen Satz hätte ich gern einmal laut durch das Klassenzimmer geschrien. Aber da mein Kind 4 Jahre mit den Kindern dieser Deppen auskommen muss und ich zudem 240 Kilometer von meinen Kindern entfernt lebe, habe ich mir dann lieber die Zunge blutig gebissen. Es ist eh schwer genug für meine Jungs, die ihre Herkunft aus dem Norden der Republik hier in Bayern nicht verleugnen können... Sprache und auch Religionszugehörigkeit machen da schon einen Strich durch die Rechnung.

Fazit: 36er Kleinbildfilm verballert in der Hoffnung, daß hoffentlich ein Drittel der geschossenen Bilder etwas wird.

Moral von der Geschichte: Die Werte und Verhaltensweisen, die Eltern ihren Kindern vorleben, führen dann zu den Ergebnissen, über die sich genau diese Eltern später bei der Jugend beschweren. Der Kreis schließt sich. Leider regelt Darwin nicht. Wäre schön gewesen.
 

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