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Blog von Porki
 
Eintrag #2, 08.02.2005, 18:06 Uhr

Ein Morgen wie er nicht schöner sein könnte...

Jeder kennt diese Morgende, der eine mag sie der andere ist bloß angepisst davon, aber je später der Tag wird desto mehr erkennen dann alle Leute, dass egal wie einem der Morgen gefallen hat, dann das böse erwachen kommt und das man seine Quittung für die letzte Nacht ziehen muss - ob es gefällt oder nicht.
Jeder ist nicht gern allein, außer vielleicht Leute mit akkuter Enochlophobie denen es immer noch lieber ist allein zu sein als gefangen in einer Menschenmasse. Ich jedoch würde mich eher zu den Leuten mit einer Ecophobie zählen, auch wenn es doch direkt keine Angst ist allein zuhause zu sein. Mich befällt dann doch eher ein unwohl im Magen, jedoch keine Angst, jene Angst die man nach einem Horrorstreifen der Klasse Blair Witch Project hat und danch allein durch den Wald nach Hause laufen müsste. Nein es ist dieses Gefühl allein gelassen zu sein, das man jedoch durch sinnloses berieseln durch den Fernseher unterdrücken kann.
Jedoch gefiel mir es heute nicht und ich beschloß 2 Leute anzurufen - welches in der Welt der unendlichen multimedialen Kommunikation ja problemlos möglich ist - welche dann auch kurzerhand zu mir kamen und wir einen Abend zusammen verbrachten. Wir redeten über alles mögliche und malten uns aus was man mit einer Million machen könnte. Je unterschiedlich doch unsere Vorstellungen auch wahren, eins hatten wir gemeinsam: Endlich mal richtig den Proll für einen Abend raushängen zu lassen.
Nach ausführlichen Gesprächen, die nur dann enden wenn man doch irgendwie mit einem Argument, das ganze Theman auflösen konnte, fingen wir endlich gegen Mitternacht uns Filme anzusehen. Man kann gerne klischeehafte Sachen erzählen, doch Horrorfilme werden nur dann gruselig wenn: Erstens man mindestens ein Mädchen dabei hat (noch besser eine ganze Gruppe, wobei man jedoch äußerst vorsichtig sein muss, denn es könnte ja leicht möglich sein, eine Massenpanik hervorzufrufen, die katastrophalen Folgen möchte ich hier nicht weiter ausmalen) und sich plötzlich über das knacken der Heizung wundern muss und sich dadurch noch mehr in die Sache hineinsteigern kann.
Wir sahen also einer dieser Horrorfilme die auf kurze schreckliche Schockeffekte setzte und davon nicht zu knapp, doch wo ich grade von allerhand analysen zu Horrorfilmen schreibe, fällt mir auf das ich von dem eigentlichen Thema, des morgendlichen Erwachens abgekommen bin.
Nachdem nun mehere Filme gesehen wurden und ich zum ersten mal Frühstücksfernsehn gesehn habe, ohne vorher geschlafen zu haben, beschlossen wir dann doch gegen 7:30 uns hinzulegen. Ich war binnen von Sekunden weg, doch aufeinmal wurde ich wieder aus dem Schlaf gerissen, es fühlte sich grausam an als wenn ich selber ein Opfer in einem Horrorfilm wäre. Leute können einen am morgen am meisten Strafen in dem sie nach 2 Stunden Schlaf, wo es dann mittlerweile aber schon gegen halb 10 war, anrufen und fragen ob sie nicht vorbeikommen können. Meine Antworten waren kur und präzise, nicht wie sonst wo man lange ausholt. Man fragt nicht nach, man beantwortet und freut sich auflegen zu dürfen und binnen von Sekunden wieder einzuschlafen. Jedoch hatte ich nun nur noch 2 Stunden Schlaf vor mir, wo wir somit auf die gewaltige Schlafstundenanzahl von 4 Stunden kommen. Der Kaffee mit Zucker, der heute mit 2 Löffeln mehr gekocht wurde hilft einem leider nur kurz über diesen Punkt hinweg, jedoch ist es schön eines nicht verpasst zu haben: Den heutigen Tag und so schöpfe ich meine Kraft aus Cola und Kaffee und stelle mich gegen meinen Körper den ich leider nicht im Krieg besiegen kann, doch die Schlacht habe ich allemal gewonnen. Warum ich jetzt gerade so eine Anekdote angeführt habe, liegt wahrscheinlich an zu wenig schlaf und an zuviel fernsehen mit zu viel unwichtigem Inhalt. Doch man hat den Tag und ein lachendes Gesicht, wenn man sich an gestern zurückerrinert und mir fällt ein, dass ich froh bin soetwas gemacht zu haben, denn wer weiß wie lange soewtas noch möglich ist und man alt und verbittert irgendwo im Altenheim sitzt. Schöne Aussichten, doch auch die kann man mit Fassung tragen, denn ein Sonnenstrahl durchs Fenster, ein Kaffee und nette Freunde lassen alles andere kahl wirken. Kahl wie die Bäume die draußen vor dem Fenster stehen und auch jedes Jahr neu beginnen zu blühen, einfach so, weil sie genau wissen, es wird wieder ein Sommer kommen und so wird auch immer wieder im Leben eines Menschen ein Sommer kommen, den man gut oder schlecht oder gar nicht nutzt, doch er kommt und das gibt einen wieder die Hoffnung weiter zu machen, weiter zu schauen, als einem das Fenster der Welt - der Fernseher - jemals zeigen können wird.
 

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