Blog von ALKOHOLIKA
 
Eintrag #12, 25.08.2005, 10:54 Uhr

Drogen und ihre Wirkung - Teil I

Wie die populaersten Drogen wirken;
Wie man ihre Wirkung mit billigsten Mitteln simuliert;
Was man nach dem Genuss tun kann und welche Musik man dabei hoert.

KOKAIN
Kokain, auch Fi**puder genannt, gilt als die Gesellschaftsdrog! e Nr. 1. Sie suggeriert dem Konsumenten, ein extrem gutaussehender, hoechst eloquenter Nobelpreistraeger mit der sexuellen Anziehungskraft eines schwarzen Loches zu sein. Auf jemanden, der kein Kokain genommen hat, wirkt das eher wie ein exkommunizierter Trappistenmoench, der weisse Puderreste an den Nasenloechern hat und sich um Kopf und Kragen quasselt. Kokain steigert das Mitteilungsbeduerfnis, laehmt aber in gleichem Masse die Selbstkritik, was dazu fuehrt, dass man jeden chemischen Kurzschluss im Kleinhirn fuer bares Geld haelt und meint, dass er umghend einer breiteren Oeffentlichkeit vermittelt werden muss. Kokaingenuss ist die Hauptursache fuer Rap-Lyrik, Performances und die Gesamtwerke von Rainer Werner Fassbinder und Hermann Goering.
Fuer den Kokaingenuss in der Oeffentlichkeit gelten ganz besondere Umgangsformen. So sollten Sie es vermeiden, wenn Sie sich auf einer wilden Party mit anderen Kokainisten befinden, dort ! eine ein Meter lange Koksstrasse auf den Tisch zu legen und zu verk uenden: Die ist jetzt ganz fuer mich allein!
Gehen Sie lieber auf's Klo. Aber auch dabei ist Vorsicht geboten! Sie koennen nicht 15 Minuten lang die einzige Toilette des Hauses blockieren,
dabei Geraeusche wie ein Industriestaubsauger machen und glauben, Sie kaemen ungeschoren davon. Fuehren Sie deshalb immer einige Briefchen mit
ungeloeschtem Kalk mit sich, die sie nachher grosszuegig an Ihre Freunde verteilen koennen. Sex auf Kokain ist in der Tat eine Angelegenheit
hoeherer Vergnuegungsordnung. Dazu nur eines: Falls Sie jemals das Geruecht gehoert haben, dass ein maennliches Glied durch Kokaingenuss so hart werden kann, dass man damit einen gefrorenen Acker umpfluegen kann: das stimmt!

Wie man die Wirkung von Kokain simuliert:
Vier Tuetchen Nescafe mit einer Tafel Schokakola aufkochen, auf Ex trinken.
Aktivitaeten:
Freeclimbing, Volksreden, Zehnkampf.
Musik:
Richard Wagner, "Walkuerenritt".

LSDLSD ist definitiv *keine* Gesellschaftsdroge. Menschen unter Wirkung von
LSD neigen zu Introvertiertheit, Absencen, trinken weinig Alkohol und spielen ungern Skat. Sie sind vielmehr mit universellen Fragen und existenzphilosophischen Problemen oberster Ordnung beschaeftigt, dabei laesst sich nun mal schlecht kegeln.
Unter LSD sollte man auch sportliche Aktivitaeten wie Voelkerball oder Formationstanz meiden und sich ausserdem von oeffentlichen Auftritten
fernhalten (Buettenreden, Kanzelpredigten). Seien Sie unter der Wirkung dieser Droge auf alles gefasst!Von kleinen singenden Maennern, die auf
ihrem Kopf eine Kathedrale errichten, sollten Si sich nicht irritieren lassen. Und wenn Sie in den Spiegel sehen und dort Charles Manson erblicken, schenken Sie dem einfach keine Beachtung. Sie sind nur auf dem "HORROR". Das geht vorbei, in zirka 10 bis 48 Stunden. Entspannen Sie sich! Legen Sie einfach eine P latte auf und *fuehlen* Sie ein bisschen Musik. Das geht! Auf LSD geht alles! Fuehlen sie, wie die Harmonien Ihren Koerper
umspuelen, durch Ihre Gehoergaenge in ihr Gehirn kriechen und sich dort in kleine fette Wuermer mit dem Gesicht von Charles Mansonverwandeln, denn Sie
sind ja immer noch auf "HORROR". Dagegen helfen kalte , zuckerhaltige Getraenke. Trinken Sie ein Glas Limonade und spueren Sie dabei, dass Sie
fuenf Lippen haben. Das bringt Sie ganz schoen auf "HORROR", was? Lassen sie ein paar andere LSD-Konsumenten an ihren paranoiden Wahnvorstellungen
teilhaben, das geht ganz leicht. Erzeugen Sie irritierende Geraeusche (etwa mit dem Fingernagel unter der Tischplatte), murmeln Sie mit verstellter
Stimme Saetze bedrohlichen Inhalts, stellen sie sich doof, wenn man Sie fragt, ob Sie etwas gehoert haetten. Oder schildern sie einfach Ihre
eigenen Halluzinationen und erzaehlen Sie von Ihrem "Kumpel", der vom "gleichen Stoff" dermassen! draufgekommen ist, dass er jetzt in einer Gummizelle die spinnen an der wand zaehlt. Das genuegt manchmal schon, um einen eben noch im Einklang mit dem Universum befindlichen LSD-Astronauten in ein kreischendes Nervenbuendel zu verwandeln.

Wie man die Wirkung von LSD simuliert:
Fuenfzehn Minuten hyperventilieren und zwei Gauloises gleichzeitig auf Lunge rauchen. Hinlegen.
Aktivitaeten:
Liegenbleiben. Eventuell onanieren.
Musik:
Walgesaenge.

...to be continued...
 

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