Blog von HellstormDe
 
Eintrag #9, 07.05.2005, 03:58 Uhr

Die Tatsache war eben nicht Jenes

Im Endeffekt ging es nicht um Taten. Oder irgendwelche menschlichen Dinge. Sie blendeten mich, verbrannten mir die Netzhaut.
Ich ging also im Dunkeln durch die Welt. Das schlimme daran war, dass es eigentlich egal war. Denn was ich sehen wollte... dafür brauchte ich keine Augen.
Ich brauchte mir so auch keine Gedanken machen, wohin ich gehe. Die Richtung stand fest, ein Abkommen vom weg war auch sehr unwahrscheinlich. Eben aufgrund der Dinge die ich blind sah.
Ha! Diese Narren. Sie dachten, sie könnten mich aufhalten mit ihrer Tat. Aber eigentlich öffneten sie mir die Augen für die Dinge, die ich wirklich sehen wollte.

Naja, nicht von Anfang an. Der Wendepunkt kam wohl eher durch spöttisches Gelächter. So ein stechendes, schrilles Lachen. Ja, sie zeigen auf dich und lachen dich aus. Aber der nun eingeschlagene Weg führt dem Lachen entgegen. Sie werden aufhören, mit den Fingern zu zeigen. Ihre Einsicht jedoch wird zu spät kommen. Sie wissen es sicherlich. Vielleicht werden sie versuchen zu fliehen. Vielleicht bleiben sie auch stehen. Wie zu Stein erstarrt. Aber ein wirklich hässlicher Stein. Wie von einem Steinmetz, der versucht mit seinen letzten Atemzügen sein Lebenswerk fertig zu stellen, aber merkt, ihm fehlt die Zeit.

Vielleicht würde ich ihnen auch zuerst das Augenlicht nehmen, währe jedoch zu leicht. Auch sie sehen ja letztentlich nur das, was sie wollen. Und danach entfährt ihren Mündern dieses grässliche Geheul, das weitläufig als Lachen bekannt ist.
Ich denke, ich werde es dann vor Ort entscheiden.

Hauptsache sie schmoren für ihre Taten auf ewig.
Welche waren das nun überhaupt genau? Ich kann in meinen Erinnerungen suchen wie ich will, ich finde keine Informationen. Aber das ist egal. Vielleicht ist es auch ihre Schuld. Hach ja, wenn sie nur wüssten, was auf sie zukommt.

Der Weg ist mehr als nur klar vor meinen entstellten Augen. Die Zeit heilt alle Wunden, ja? Dann wird sie wohl stehengeblieben sein. Somit werden wohl auch ihre Finger in alle Ewigkeit auf mich zeigen. Aber man kann die Zeit ja mit Gewalt vorantreiben. Die entscheidenden Momente dann vielleicht aber doch nur langsam. Ich will es ja genießen. Und dann soll sie am besten wieder stehenbleiben.

Diese Schmerzen... auch sie sollen sie fühlen. Es ist, als würde ich einen schlaflosen Traum leben. Man sagte mir einst, man würde im Traum nichts fühlen. Nur leider ist dem nicht so.

Und ich merke, erst wenn es vollbracht ist, werde ich schlafen. Der Traum wird sich dann auch ändern. Irgendwie über ein weites Meer wird er führen. Kraftvolle Stürme werden wehen und ewig hohe Wolken bauen sich auf. Zu einer schwarzen Wand. Das Ende der Welt. Nein, keine Flamen. Kein Feuer-Inferno. Da hindurch bin ich schon gegangen. Die Flammen zehrten sehr an mir, aber sie erreichten nicht ihr Ziel. Allgemeinhin war es als das Ende bekannt, aber das wahre Ende wird viel schlimmer sein. Nicht weil man keine Flammen sieht. Nein, weil man gar nichts sieht. Bis in alle Ewigkeit. Man wird wissen, dass man da ist, man wartet, dass etwas passiert. Nur das wird es nicht. Vielleicht wartet man irgendwann, das man stirbt. Aber auch das wird nicht passieren. Es passiert einfach nichts mehr. Das Ende, wie es wohl sein wird. Auch wenn es kein Krieg ist, wird es kein Frieden sein. Auch wenn nichts stört, hell oder laut macht, es wird keine Ruhe sein.

Das Ende


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PS: Nein ich hab nichts getrunken und mir gehts auch noch gut. :D
Mir war nur langweilig und ich wollte was sinnloses schreiben :)
 

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