Blog von spreepirat
 
Eintrag #6, 27.06.2005, 15:58 Uhr

Deutschland AG als Filiale des Eine-Welt-Konzerns Teil 1

Wenn man sich mal gedanklich von der Vorstellung verabschiedet, daß es noch so etwas wie eine „nationale Politik“ gibt oder gar noch national denkendürfende Politiker, dann erscheinen viele Vorkommnisse und Verhältnisse in diesem unseren Land sogleich in einem ganz anderen Licht.
Allein der so gern benutzte Begriff der Deutschland AG macht klar, daß es sich bei der BRD um eine Art Wirtschaftsunternehmen, einen Wirtschaftsstandort handelt. Nur ist der in dieser AG vorkommende Name Deutschland mittlerweile eine bewußte Irreführung, da fast alle bedeutenden Wirtschaftskonzerne von deutschen in fremde Hände übergegangen sind. Aber dazu werden ja AG’s unter anderem gegründet, damit die  Besitzverhältnisse nicht offenkundig werden.
Wo bis jetzt lediglich lapidar oder empört – je nach Mentalität des Betrachters - festgestellt wurde, daß die Wirtschaft das Primat über die Politik hat, muß nun die Frage erlaubt sein, ob nicht mittlerweile jede Art von Politik nur noch Wirtschaftspolitik, Politik im Auftrag und zugunsten von Konzern- und Bankenbesitzern, ist. Und diese Konzern- und Bankenherren, an deren Interessen die nationalen demokratischen Regierungen ihre Politik ausrichten, sind über alle nationalen, völkischen, rassischen oder gar religiösen Bindungen erhaben, sie sind Internationalisten.
Die – ehemalige – Deutschland AG ist heute nichts anderes mehr als eine Filiale der Weltkonzernregierung, nicht mehr als ein gleichzuschaltender Baustein der Einen Welt der Superreichen und Supermächtigen dieser Erde.
Wenn wir uns den Eine-Welt-Konzern EWK als eine riesige Firma vorstellen, von der die Deutschland AG mit ihrem Bundestag, Bundesrat und der Regierung nur eine zufällig auf ehemals deutschem Boden plazierte Niederlassung ist, so wird schlagartig vieles am Verhalten unserer (?) Politiker verständlich, worüber wir bis jetzt nur gestaunt oder den Kopf geschüttelt haben. Das liegt daran, daß in unseren immer noch deutsch denkenden Köpfen das Berufs-Bild des Politikers dadurch bestimmt ist, daß er was für die Gemeinschaft, für das von ihm vertretene Volk leistet. Daß die Politiker der Post-BRD (das ist das nach dem Fall der Mauer neu entstandene politische Gebilde) dieser Vorstellung zunehmend überhaupt nicht mehr entsprechen, nehmen wir zwar schimpfend zur Kenntnis. Aber was sich tatsächlich geändert hat, das haben wir in seinem vollen Ausmaß noch gar nicht begriffen: Deutschland ist kein politischer Begriff mehr, sondern nur ein Wirtschafts- und Ausplünderungsgebiet auf der geostrategischen Landkarte der Händler-Plutokraten.
Natürlich möchten die Herren vom EWK für alle ihre Filialen überall auf der Welt gleiche Bedingungen schaffen, denn das erleichtert ihnen das Regieren und Verwalten. Daher müssen die bestehenden Sozialsysteme einander angepaßt werden, was uns dann als „notwendige Reform“ verkauft wird. Und das merkwürdige Wort „Weltinnenpolitik“ (suggeriert es nicht als Gegenpol eine Weltaußenpolitik, und wer soll dabei der Partner sein?) bedeutet nichts anderes als eine weltweit gleichgeschaltete Wirtschaftspolitik, vorgegeben von der Konzernleitung, den Filialleitern lediglich zur Durchsetzung befohlen.
Die Außenminister der WTO verhandeln hinter verschlossenen Türen? Natürlich, sind sie doch nichts anderes als Konzernangestellte, die die Richtlinien für die Konzernpolitik aushandeln. Warum sollte die Masse der Konsumenten an solchen Verhandlungen beteiligt werden?
Ja, aber...was ist denn mit der Demokratie?

Fortsetzung Teil 2
 

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