Blog von mirkuss
 
Eintrag #3, 02.02.2005, 11:22 Uhr

2.02.2005 Studentenjobs

Irgendetwas hat sich in den letzten Jahren wohl verändert.
Als nicht BaföG beziehender und im amtsdeutsch abwertend bezeichneter Langzeitstudent kommt man nicht darum herum *dummdumm* neben dem Studium zu jobben. Nicht etwa um den PC zu modden, oder den Golf IV zu tunen, oder zur Saisoneröffnung ein wenig über den Söldener Gletscher zu boarden. Nein einfach damit die Miete bezahlt werden kann und das drohend rot leuchtende Bitte-Tanken Lämpchen im Twingo mal wenigstens kurzzeitig zu Gunsten von zwei bis drei grün blinkenden Punkten ersetzt wird und es irgendwie weiter geht.
Früher war es halt immer so, dass man irgendwen kannte, der jemanden kannte, der nen Job für einen hatte: Gastro, Videothek, Tankstelle, das Übliche.
Oder man schlug das wöchentlich erscheinende Gratisblättchen Stadtanzeiger aus dem Hausflur auf, rief eine der zahlreichen Telefonnummern an und kam so in Lohn und Brot.
Aber irgendetwas hat sich verändert.
Seit August des letzten Jahres suche ich, nein nicht superintensiv, aber doch aufmerksam, einen weiteren zweiten Job.
Bisher ohne Erfolg. Schätzungsweise 30 Bewerbungen sind inzwischen an diversen Orten gelandet, ein paar Mal wurde ich auch zum Vorstellungsgesräch eingeladen, aber wirklich ergeben hat sich nichts.
Es ist schon ärgerlich, wenn man inzwischen für Tankstellen- und Videothekenjobs schriftliche Bewerbungen mit allen pipapo einreichen soll und diese aber nicht zurückgeschickt werden.
Und der Stellenmarkt im Wochenblättchen beschränkt sich seit geraumer Zeit auf genau drei Kategorien von Stellenanzeigen.

1. Junge Frauen (gern Anfängerinnen) für Privatclub gesucht. Tägliche Auszahlung, Superverdienst.

2. Durchsetzungskräftige Callcenteragents für abwechslungsreiche Outboundprojekte im Finanzwesen gesucht. Garantielohn (utopische Summe X einsetzen)

3. Topverdienst durch Heimarbeit: Kugelschreibermontage, Füllen von Wundertüten, usw. Infos unter 0190/irgendwas.

Nun, da ich weder weiblich bin, noch darauf Bock habe unschuldigen Telefonanschlußbesitzern ihren Feierabend dadurch zu vermiesen ihnen irgendwelche Versicherungen aufzuschwatzen und schon gar nicht drei Millionen Kugelschreiber montieren möchte, war die Jobsuche bisher nicht von Erfolg gekrönt.

Irgendetwas hat sich verändert in den letzten Jahren
meint
Mirko
 

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