Blog von Taniquentil
 
Eintrag #13, 14.08.2008, 17:53 Uhr

# 11.2

...

Ich möchte mich für jedes gesprochene Wort entschuldigen, was Du als Stichelei oder Gemeinheit aufgefasst haben könntest. Nie wollte ich Dich mit etwas böswillig aufziehen. Nie wollte ich Dir absichtlich etwas unter die Nase reiben. Ich kann mich nicht entschuldigen, dass ich Arbeit und dadurch Geld hatte. In dem Moment, als Du bei mir eingezogen bist, habe ich für uns gearbeitet, habe für uns Geld gehabt. Wollte teilen, wollte Dich bei allem mit einbeziehen. Ich wollte Dir nie das Gefühl geben, weniger wert zu sein, weil Du Dir nicht alles leisten kannst. Ich hätte Dich nicht eingeladen, wenn mir das zuwider gewesen wäre. Nur ist es eine Umstellung gewesen. Bisher habe ich nie teilen brauchen. Aber bei Dir habe ich das gern gemacht. Ich habe ja gewusst, dass es bald anders sein würde. Dass wir beide verdienen würden und uns alles leisten können, was wir so nicht machen konnten. Du warst so zufrieden, als Du im letzten Jahr arbeiten warst. Und darauf habe ich mich gefreut. Du warst ausgeglichener, auch wenn Dir materielles nicht so viel bedeutet. Wir brauchen Geld zum Leben, das können wir beide nicht abstreiten. Aber es war mir nie so wichtig, wie Du mir vorhältst. Nicht umsonst habe ich Dir mehrfach gesagt, dass ich eine Karte mit persönlichem Text jedem Geschenk vorziehen würde. Diese Karten, diese Worte, diese Gedanken dahinter. Das gucke ich mir immer wieder an und lächle oder weine, weil ich mich erinnere. Geschenke sind schön, gar keine Frage. Aber nichts geht über ein persönliches Wort. Und Du hast immer schöne Worte gefunden, die mich tief berührt haben.


Ich möchte mich für einige geschriebene Worte entschuldigen, die ich Dir in den Briefen und Mails geschrieben habe. Ich war nicht immer fair Dir gegenüber. Ich war und bin zutiefst verletzt, aufgewühlt und grenzenlos traurig. Teilweise hat sich das auch in dem wiedergespiegelt, was ich Dir geschrieben habe.
Ich wollte Dich bestimmt nicht bevormunden, dazu habe ich kein Recht. Ich habe nur einfach Angst um Dich. Will nicht, dass Du Dich ins Unglück stürzt, ohne es zu merken. Ja, ich habe gesagt, was Du tun solltest. Aber ist das nicht normal in meiner Situation? Du bist ein freier Mensch und wirst sowieso tun, was Du für richtig hältst. Ich wollte nur nicht wissenden Herzens zusehen, wie Du Dir möglicherweise Dein Leben verbaust, weil Du durch eine rosarote Brille schaust. Auch das soll kein Angriff sein, nur traue ich Entscheidungen nicht, die vielleicht übereilt aus einer Gefühlslaune heraus getroffen werden.
Das mit den Vorwürfen ist so eine Sache. Es mag stimmen, dass Du nicht „nichts“ gemacht hast. Das will ich Dir auch glauben. Ich weiß selbst nicht mehr, wann Du vielleicht alles versucht hast, mit mir zu reden. Es ist auch nicht gerecht Dir vorzuwerfen, Dich nicht um mich bemüht zu haben, wenn ich alles abgeblockt habe. Aber Du hast es mir trotzdem nicht so deutlich gemacht, wie bei Deinem Abschied. Ich wäre nicht aus allen Wolken gefallen, hätte ich vorher gewusst, wie schlecht es Dir geht. Und ich hätte versucht, etwas gegen Deinen Kummer zu tun, hätte versucht, Dich wieder aufzubauen und glücklich zu machen. Grad weil Du mir so wichtig bist.
Ich weiß nicht, was ich Dir unterstellt habe, was nicht der Wahrheit entspricht. Ich weiß nicht, worauf Du dabei angespielt haben könntest. Ich weiß nur, was ich gelesen habe. Und ich habe viel gelesen, was mich tief getroffen hat.

Ich hoffe, Du wirst mir verzeihen können. Habe immer gedacht, wir sind ein starkes Team, das alles schaffen kann. Alle Unwegsamkeiten umgehen. Ich wünsche mir von Herzen, dass wir auch diese Krise überstehen.

Vielleicht kannst Du Dich an die schönen gemeinsamen Momente erinnern.
Vielleicht wird Dir dann ebenfalls warm ums Herz.
Vielleicht fängt es ein klitzekleines bisschen in Deinem Bauch an zu kribbeln.
Vielleicht lächelst dabei.
Vielleicht merkst Du, dass Du mich doch noch nicht vergessen hast.
Vielleicht sehnst Du Dich danach, wie wir uns umarmt und geküsst haben.
Vielleicht verspürst Du doch noch etwas von der Liebe, die Du noch vor nicht allzu langer Zeit für mich empfunden hast.
Und dann bin ich da. Für Dich. Für uns.


Schau mich an und sieh, was ich geschafft habe. Sieh, wie ich begriffen habe. Sieh, dass ich nicht mit leeren Worten spreche. Sieh, dass es eine Zukunft für uns geben kann, wie Du es mir vor Wochen noch gesagt hast.

Ich entschuldige mich, dass meine Gedanken noch immer Tag für Tag um Dich kreisen. Dass ich Dir am liebsten immer wieder nahe sein möchte. Dass ich Dir schreiben möchte, Dich anrufen möchte, Dich besuchen möchte. Ich entschuldige mich, wenn ich Dich mit meiner Anwesenheit genervt habe.

Aber ich entschuldige mich nicht für meine Gefühle, die ich noch immer für Dich habe.
Ich liebe Dich.
 

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